Książka Vaterfiktionen Elisabeth Gotto

Vaterfiktionen

Zur Darstellung von Vaterfiguren im Hollywoodkino der 80er und 90er Jahre

Język: Niemiecki
Oprawa: Miękka
Wydawca: ibidem
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117.78
Männlichkeit sei, so konstatierten die Forscher der Men's Studies zu Beginn der 80er Jahre übereinst...

Informacje o książce

Język
Niemiecki
Oprawa
Książka - Miękka
Data wydania
2001
strony
130
EAN
9783898211192
Enbook ID
05312561
Wydawca
Waga
176
Wymiary
210

Pełny opis

Männlichkeit sei, so konstatierten die Forscher der Men's Studies zu Beginn der 80er Jahre übereinstimmend, in die Krise geraten. Technische Innovationen, die zunehmende Bürokratisierung der Arbeit und die steigende Beteiligung der Frau auf dem Arbeitsmarkt führten zu einem neuen Verständnis der Geschlechterrollen - und zu einer tiefgreifenden Verunsicherung traditioneller Männlichkeitskonzepte.Dieser Befund ging am Hollywoodkino nicht spurlos vorbei. Eine Reformulierung des Vaterbildes setzte ein: Statt autoritärer Familienoberhäupter betraten nun betont emotionale und liebevolle Fürsorger die Leinwand. Die boomartige Verbreitung der populären Vaterfilme in den 80er Jahren zeigte den durchschlagenden Erfolg, den Hollywoods Kreation des neuen Vatertypus hatte.Im Vergleich zu diesem homogenen Vaterideal der 80er Jahre zeigten sich zu Beginn der 90er Jahre neue Tendenzen. Die filmische Darstellung des Vaterbildes wurde in das Spannungsfeld von Klassenzugehörigkeit, ethnischen und sexuellen Kategorien eingebettet. Besonders auffällig ist hier die neue Einbeziehung von Körperkonzepten in die Männlichkeitsrepräsentation. So wird selbst die Darstellung eines transvestitischen Vaters bzw. eines schwangeren Mannes möglich - eine Konzeption, die Vaterschaft nicht mehr auf ein bestimmtes Rollenverhalten beschränkt, sondern auf physische Kategorien ausdehnt. Das klassische Virilitätsideal des Hollywoodkinos wird damit konsequent in Frage gestellt.Durch den Vergleich der Vaterrepräsentationen der 80er und 90er Jahre verdeutlicht Elisabeth Gotto, dass kulturelle Normen einem ständigen Wechsel unterworfen sind. Ihr Ansatz zeigt, dass sowohl die filmische Konstruktion von Männlichkeit als auch die medial vermittelte Konzeption der väterlichen Rolle als Prozesse zu verstehen sind, die

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