Das Syrische konnte sich von Anfang an nur im Schatten von vorherrschenden und politisch gestützten Sprachen entwickeln. Zunächst wurden das Griechische im römischen, dann byzantinischen Machtbereich und das Persische im sassanidischen Reich bevorzugt und gefördert. In den späteren arabisch-islamischen Reichen war es das Arabische. Trotzdem weist das Syrische eine reichhaltige Literatur auf, der bis ins 14. Jahrhundert hinein in ihrem Umfeld eine große Beachtung geschenkt wurde. Seit dem Ende dieser "syrische Renaissance" genannten Zeit ist die syrische Literatur auf das allmählich zurückgehende Christentum syrischer Prägung beschränkt. Das Syrische wird heute noch überwiegend von der kleinen Minderheit syrischer Christen ohne staatliche Unterstützung am Leben gehalten.