Es gab eine Zeit, da lag Gotland im Zentrum Europas, da kreuzten sich die Handelswege auf der Insel, da wurden in Visby die Sprachen der Welt gesprochen. Von Gotland aus eroberten die Goten Europa bis tief in den Südosten. Von Gotland aus erschlossen Händler die ihnen bekannte Welt. Marina Yarmolenko kam im Jahr 2003 fast zufällig auf die Insel - sie nahm den umgekehrten Weg der Goten. Sie flüchtete vor ihrem gewalttätigen Mann aus der Ukraine und suchte einen sichere Perspektive. Auf der Insel fand sie einen Job und lernte Schwedisch. Aus der Ukraine hat sie ein feines Gespür für menschliche Tragödien und kriminelle Machenschaften mit auf die Insel gebracht. Marina entdeckt auch in ihrer neuen Heimat gesellschaftliche und menschliche Abgründe; gleichzeitig muss sie erleben, dass die Bürger des Westens blind geworden sind für das Netzwerk von Kriminalität, Gewalt und Korruption, das auch ihre Gesellschaften längst durchdringt. Die Yarmolenko-Romane spielen in einer Welt zwischen den Kulturen. Brave Bürger treffen auf deutsche Touristen und russische Kriminelle, auf Schatzsucher und Rechtsradikale. Gotland wird in den Marina-Romane wieder der Ort, an dem sich die Fäden aus Ost und West verknüpfen. Das Geschehen auf der Insel folgt, wenn man so will, einem historischen Drehbuch.