Nicht jeder Soldat war ein Mörder - Das Leben von Hauptmann Ernst Bauer
Deutschland im Jahr 1918: Hunger, politische Unruhen und die Narben eines verlorenen Krieges prägen das Leben des jungen Ernst Bauer. Geprägt von den Werten seines Vaters - Anstand, Verantwortung und Menschlichkeit - entscheidet er sich für eine Laufbahn als Berufssoldat. Nicht aus Hass oder Machtgier, sondern aus dem Wunsch nach Ordnung und Stabilität in einer zerrissenen Nation.
Während Deutschland immer tiefer in den Strudel von Fanatismus, Nationalismus und politischer Gewalt gerät, steigt Ernst Bauer innerhalb der Reichswehr und später der Wehrmacht zum Hauptmann auf. Doch je stärker das nationalsozialistische Regime wird, desto größer werden seine inneren Konflikte. Zwischen Pflichtbewusstsein und Gewissen muss er erleben, wie aus Kameraden Fanatiker werden und wie sich seine geliebte Armee zunehmend in den Dienst einer verbrecherischen Ideologie stellt.
Von den ersten Feldzügen in Polen über die grausame Ostfront bis zu Deportationszügen, verbrannten Dörfern und dem Untergang des Deutschen Reiches begleitet der Leser einen Mann, der versucht, in einer unmenschlichen Zeit seine Menschlichkeit zu bewahren. Ernst Bauer ist weder Held noch Widerstandskämpfer. Er ist ein Soldat, der täglich Entscheidungen treffen muss, die über Leben, Tod, Schuld und Verantwortung bestimmen.
Dieser bewegende historische Roman erzählt die Geschichte eines Menschen, der zwischen Gehorsam und Gewissen zerrieben wird. Er zeigt die Verführbarkeit einer Gesellschaft, die Mechanismen von Angst und Anpassung - aber auch den Mut einzelner, trotz allem an Anstand und Menschlichkeit festzuhalten.
Ein eindringlicher Roman über Krieg, Moral, Schuld und die Frage, wie viel Menschlichkeit selbst in den dunkelsten Zeiten bewahrt werden kann.