Zwischen Mond und Meer, Furten und Klippen, Spiegeln und Barken entfaltet sich ein dichter poetischer Kosmos, in dem Natur, Mythologie, Musik und Malerei unauflöslich ineinander übergehen. Wiederkehrende Bilder - Vögel und Steine, Herbst und Wasser, Seraphen, Klotho oder ein toter Faun - verweben die einzelnen Gedichte zu einem großen Zusammenhang über Erinnerung, Liebe, Vergänglichkeit und die Suche nach Orientierung an Übergängen.Doch im Zentrum dieser Lyrik steht die Sprache selbst. Worte können Brücken sein und Hellebarden, Versprechen und Barrikaden. Sie werden geflüstert, davongeläutet, verstummen oder verlieren sich. Immer wieder geraten sie an ihre Grenze - und gerade dort beginnen die Bilder zu sprechen. Aus ungewöhnlichen Wortschöpfungen und einer eigenständigen Symbolsprache entsteht eine Dichtung, die nicht erklärt, sondern erschließt: Schicht um Schicht, Bild um Bild, Lesung um Lesung.Eine poetische Sammlung über die Möglichkeiten und das Scheitern der Sprache - und über die Hoffnung, dass dort, wo Worte verstummen, die Poesie eine andere Form des Verstehens eröffnet.