Gegen die Gesetze des Dorfes ist ein Doktortitel machtlos
Landleute ist ein kluger, komischer Roman über einen gescheiterten Akademiker, der ausgerechnet auf dem Land ein weiteres Mal auf die Probe gestellt wird. Mit bestem Gespür für Alltagskomik und einem Blick für die existenziellen Fragen dahinter zeichnet Daniel Mason das ländliche Amerika ebenso liebevoll wie er die Selbstgewissheit seiner Städter ironisch entlarvt.
Als Miles und Kate, ein Akademikerpaar aus Kalifornien, mit ihren beiden Kindern aufs Land ziehen, erleben sie den Zusammenprall von Großstadt und Provinz als ebenso schräge wie lehrreiche Überraschung. Während Kate durch ihre Gastprofessur schnell Anschluss findet, steht Miles vor der Herausforderung, als Hausmann in der eingeschworenen Dorfgemeinschaft zu bestehen. Seit nunmehr vierzehn Jahren schreibt er mittlerweile an seiner Doktorarbeit zwölf Jahre länger als geplant , und die ländliche Idylle bietet etliche neue Ablenkungsmöglichkeiten: Miles lernt Skifahren, nimmt Unterricht im Sensenmähen und wird in die «Jeremiah Wylkes Society» eingeführt eine verschrobene Gruppe von Einheimischen, die an eine Hohlwelt unter der Erde glaubt, erreichbar durch verborgene Höhlen. Was zunächst wie harmloser Eskapismus wirkt und Miles Halt im fremden Alltag gibt, entwickelt allmählich eine eigentümliche Sogkraft. Schon bald geraten nicht nur seine Gewissheiten ins Wanken sondern auch die Gesetze der Welt selbst.