Der Begriff des "erfolgreichen Alterns" spielt sowohl im wissenschaftlich-gerontologischen Diskurs als auch in den gesellschaftlichen Debatten eine zentrale Rolle. Die Leitbilder und Vorstellungen, die sich damit verbinden, variieren jedoch erheblich. Wann und wie gelingt Altern? Um diese Frage zu beantworten, bedarf es der Reflexion auf das alternde Selbst und die Faktoren, die es in seinem Selbstgefühl und Selbstbewusstsein beeinflussen. Das Nachdenken über gelingendes Altern setzt einerseits die Existenz von Deutungsmustern und Sprachformen voraus, welche es überhaupt vorstellbar und kommunizierbar machen, und bedarf andererseits der kritischen Wahrnehmung der vorausgesetzten Ansprüche und Normen. In den Beiträgen dieses Bandes werden entsprechende Grundsatzüberlegungen in philosophischer, theologischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive entfaltet.