Die Werkzeuge dafür entstehen längst. Das Erbgut ist vollständig gelesen, Gehirne werden kartiert, künstliche Systeme bilden Stimme, Stil und Erinnerung nach. Die übliche Frage lautet: Können wir auf diesem Weg unsterblich werden? Dieses Buch stellt eine andere, die bisher kaum jemand gestellt hat.
Es fragt nicht, ob sich ein Mensch übertragen lässt, sondern was geschieht, wenn man es versucht.
Der Mensch, so die zentrale Einsicht, ist nicht ein Muster, sondern viele, in Schichten verschränkt, vom Denken über das Fühlen und den Körper bis zu der Weise, überhaupt da zu sein. Was wir für unseren Kern halten, liegt am tiefsten und entzieht sich am gründlichsten. Denn was lebt, ist nicht die gespeicherte Information, sondern ihr lebendiger Vollzug.
Daraus erwächst ein neues Grundrecht, das dieses Buch entwickelt und begründet: die Musterautonomie, das Recht jedes Menschen, über die Schichten seiner Identität souverän zu bestimmen, sie zu schützen, zu verändern oder loszulassen. Nicht der Staat, nicht der Konzern, nicht die Familie, nicht ein künftiges Ich.
Ein Buch zwischen Genetik, Hirnforschung und Philosophie, nüchtern gegenüber den Versprechen der Technik und entschieden auf der Seite des Menschen. Für alle, die wissen wollen, was von einem Menschen bleibt, wenn sich alles an ihm messen, speichern und nachbilden lässt.